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[Südamerika Klima und Wetter]
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Der Kontinent Südamerika
hat Anteil an allen Klimazonen von der Subarktis
im Süden bis zu den nördlichen Randtropen.
Außer der geographischen Breite sind
für die Ausprägung des Klimas vor
allem auch die Entfernung zum Meer und dessen
Einflüsse durch Meeresströmungen
sowie die Höhe eines Ortes und dessen
Lage zu den niederschlagsbringenden Winden
von hoher Bedeutung.
In den Gebieten nahe dem Äquator herrscht
immerfeuchtes Tropenklima. Die Temperaturen
sind ganzjährig hoch und variieren im
Jahresverlauf nur gering. Die mittleren
Jahrestemperaturen liegen um 25 °C.
Niederschläge fallen zu allen Jahreszeiten,
es gibt keinen Wechsel von Regen- und Trockenzeiten.
Die Jahressummen betragen zwischen 1 500 und
2 500 Millimetern; am östlichen Rand
der Anden werden aufgrund von Staueffekten
bis zu 5 000 Millimeter verzeichnet. Mit einer
Jahressumme von etwa 11 000 Millimetern gehört
die pazifische Küste Kolumbiens zu den
niederschlagsreichsten Regionen der Erde.
In den nach Norden und Süden anschließenden
Zonen ist das Klima wechselfeucht. Dieses
Klima ist charakteristisch für das Bergland
von Guayana, das Becken des Orinoco und das
Brasilianische Bergland. Mit zunehmender
Entfernung vom Äquator steigt die Anzahl
trockener Monate, in denen mehr Wasser verdunstet
als durch Niederschläge zugeführt
wird. Es kommt zur Ausprägung markanter
Trockenzeiten. Auch die jährliche Niederschlagsmenge
sinkt. In diesen Breiten gibt es feuchte Sommer,
trockene Winter und lang andauernde Dürreperioden.
Dürren stellen vor allem im Nordosten
Brasiliens und an der Küste Venezuelas
und Kolumbiens ein ernst zu nehmendes Problem
dar. In den randtropischen Gebieten treten
häufig nur zwei bis drei humide Monate
auf, in denen der Niederschlag die bei den
herrschenden Temperaturen hohe Verdunstung
übersteigt. Die Gebiete an den Ostküsten
der wechselfeuchten Tropen sind aufgrund von
Steigungsregen mit bis zu 2 000 Millimetern
niederschlagsreich. In Brasilien nehmen
auch nach Süden hin die Niederschläge
zu; auch dort herrschen feuchtwarme Bedingungen.
An der Pazifikküste Kolumbiens und
Ecuadors herrscht feuchtes und feuchtheißes
Tropenklima, das aber in den Küstengebieten
Perus und im nördlichen Chile durch den
Einfluss des kalten Humboldtstromes schnell
in trockenes Wüstenklima übergeht.
In dieser Region befindet sich die Wüste
Atacama. In der nördlichen Hälfte
Südamerikas weisen lediglich die Anden
kühlgemäßigtes Klima auf.
Die Temperaturen nehmen mit steigender Höhe
ab: Das Tropenklima der Tiefländer
und der tieferen Lagen der Berge geht in mittleren
Höhen in subtropisches bis gemäßigtes
Klima über. Auf den Bergkämmen herrscht
bereits kaltes, alpines Klima.
Die gemäßigten Klimazonen Südamerikas
mit kühlen bis kalten Wintern und milden
bis warmen Sommern liegen vorwiegend jenseits
des südlichen Wendekreises, der die Tropen
nach Süden begrenzt. Der Süden
von Chile ist durch vom Pazifik (aus westlicher
Richtung) kommende Wirbelstürme (Zyklone)
intensiven Niederschlägen ausgesetzt.
Im mittleren Chile herrscht mediterranes Klima
mit milden, feuchten Wintern und warmen, trockenen
Sommern. Im Osten der südlichen Anden
herrscht semiarides und arides Klima vor.
In den Pampas sowie im Süden des Brasilianischen
Berglandes sind die Sommer eher feucht; in
den Wintermonaten kommt es zu Wirbelstürmen,
die Regen und kühle Witterung mit sich
bringen. Im Bergland fällt gelegentlich
Schnee; manchmal breitet sich Frost Richtung
Norden bis zum südlichen Wendekreis hin
aus und verursacht große Schäden
in der Landwirtschaft.
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