 |
|
|
![[Nordamerika klein]](nordamerika_klein.gif) |
[Nordamerika Klima und Wetter]
|
|
In weiten Teilen des
Kontinents herrschen kontinentale Einflüsse
vor. Die Jahresschwankungen der Temperatur
sind relativ hoch. Obwohl Nordamerika klimatisch
sehr vielfältig ist, lassen sich fünf
Hauptklimaregionen ausgrenzen. Sowohl die
nördlichen Regionen von Kanada als auch
Alaska und Grönland verzeichnen subarktische
und arktische Klimate, bei denen sich lange,
sehr kalte Winter mit kurzen, milden Sommern
abwechseln. Ein Großteil dieser
Region, die vergleichsweise wenig Niederschläge
erhält, ist die meiste Zeit des Jahres
mit Schnee und Eis bedeckt. Aufgrund der geringen
Niederschläge ist die Vergletscherung
mit Ausnahme von Grönland gering. Im
Jahresverlauf treten höchstens zwei frostfreie
Monate auf. Weite Gebiete werden von ausgedehnten
Kältewüsten eingenommen. Eine
klimatische Besonderheit ist der Chinook,
ein warmer Fallwind, dessen Auftreten am Ostrand
der Rocky Mountains oft mit rascher Schneeschmelze
verbunden ist. Nördlich des Polarkreises
werden die Klima- und Lebensbedingungen durch
das Auftreten der Polarnacht geprägt,
die mit zunehmender geographischer Breite
mehrere Wochen dauern kann.
Die zweite Klimaregion umfasst den östlichen
Teil der USA und den Süden von Kanada.
Sie ist durch ein humides, gemäßigt-kontinentales
Klima mit warmen Sommern und kalten, oft schneereichen
Wintern gekennzeichnet. Die Temperaturen
sind in den nördlichen Regionen kühl-,
in den südlichen warmgemäßigt.
Die vier Jahreszeiten sind deutlich thermisch
ausgeprägt, und es kommt zu häufigen
Wetterwechseln.
Die dritte Klimaregion schließt das
westliche Landesinnere der Vereinigten Staaten
und einen Großteil von Nordmexiko mit
ein. Es handelt sich dabei meist um Gebirgs-
und Wüstenlandschaften, die im Windschatten
der Hochgebirge im Allgemeinen nur geringe
Niederschlagsmengen erhalten; das tatsächliche
Klima und die Niederschlagsmenge und -verteilung
variieren jedoch stark je nach Höhenlage
und Exposition des Gebiets. Vor allem im Südwesten
der Vereinigten Staaten herrschen zum Teil
sehr trockene Bedingungen, unter denen Halbwüsten,
bei sehr niedrigen Jahresniederschlägen
(unter 200 Millimetern) auch Wüsten entstanden.
Ein schmaler Streifen entlang der Pazifikküste,
der vom südlichen Alaska bis zum Süden
von Kalifornien reicht, bildet die vierte
Klimaregion, die sich durch ein ozeanisch
geprägtes Klima mit relativ milden, aber
feuchten Wintern und sehr trockenen Sommern
auszeichnet. Aufgrund der vorherrschenden
Westwinde erhalten die Gebiete entlang der
Küste des Pazifischen Ozeans hohe Jahresniederschläge,
die sich überwiegend auf die kalte Jahreszeit
beschränken.
Der größte Teil von Südmexiko
besitzt ein tropisches Klima mit ganzjährig
gleichmäßig warmen Bedingungen
und beträchtlichen Niederschlägen,
die sich auf die Sommermonate konzentrieren.
Aufgrund des Fehlens ausgedehnter, sich von
West nach Ost erstreckender Höhenzüge
können polare und tropische Luftmassen
ungehindert aufeinander treffen. In einigen
zentralen Bundesstaaten der USA treten vereinzelt
Tornados auf. Im Bereich der Küstenregionen
am Atlantischen Ozean und am Golf von Mexiko
entstehen Hurrikans, die wiederholt
schwere Schäden nach sich zogen.
|
|
|
|
 |