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![[Nordamerika]](nordamerika_klein.gif) |
[Nordamerika Bevölkerung]
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Mit derzeit etwa 382
Millionen Einwohnern ist Nordamerika der Kontinent
mit der viertgrößten Bevölkerungszahl.
Die ursprüngliche Bevölkerung
des Kontinents (Indianer) lebte überwiegend
räumlich weit verstreut in kleineren
Gruppen. Bedeutende Ausnahmen stellten
die Kultur von Teotihuacan und weitere Kulturen
in den Hochebenen und Tälern um das heutige
Mexiko-Stadt dar, wo sich die Bevölkerung
in großen, stadtartigen Ansiedlungen
konzentrierte. Mit der Besiedlung des Kontinents
durch die Europäer veränderte sich
die Bevölkerungszusammensetzung und -verteilung
tief greifend. Die Europäer vernichteten
viele Indianerstämme völlig oder
drängten sie in wirtschaftlich ungünstige
Gebiete ab. Heute konzentrieren sich die Indianer
zumindest in Kanada und den USA weitgehend
auf Reservatsgebiete, während sie in
Mexiko noch einen integrierten Bevölkerungsanteil
darstellen. Dennoch wurde auch in Mexiko die
indianische Lebensweise stark verändert;
vielfach wurde ihr durch die europäische
Zivilisierung ihre Grundlage entzogen. Die
heutige Bevölkerung Nordamerikas ist
jedoch zum überwiegenden Teil europäischer
Abstammung.
Weiße stellen in Kanada über
95 Prozent der Bevölkerung, wovon mindestens
45 Prozent britischen oder irischen Ursprungs
sind. Etwa ein Viertel ist französischer
Abstammung und konzentriert sich größtenteils
auf die Provinz Quebec. Außerdem
lebt in Kanada eine große Zahl von Menschen
italienischer (etwa fünf Prozent), deutscher
(etwa drei Prozent), ukrainischer (etwa drei
Prozent), polnischer, chinesischer, niederländischer
und skandinavischer Herkunft (jeweils unter
drei Prozent).
Die Bevölkerung der USA ist vielfältiger
zusammengesetzt als diejenige Kanadas. Hier
sind die Weißen mit einem Anteil von
etwa 74 Prozent an der Gesamtbevölkerung
die stärkste Volksgruppe. 13 Prozent
der Bevölkerung sind Afroamerikaner,
Hispanics (Menschen mit lateinamerikanischer
Herkunft) stellen einen Anteil von neun Prozent.
In den USA leben darüber hinaus auch
Menschen europäischer, vor allem italienischer,
polnischer, französischer, deutscher,
holländischer und skandinavischer Herkunft.
Asiaten, darunter hauptsächlich Japaner,
Chinesen, Filipinos, Inder, Koreaner und Vietnamesen,
machen etwa drei Prozent der US-Bevölkerung
aus, doch stieg ihre Zahl seit den siebziger
Jahren durch Einwanderung stark an.
In den USA leben etwa 1,8 Millionen Indianer
und Inuit (Eskimos) - rund 0,7 Prozent der
Bevölkerung -, in Kanada ungefähr
400 000 (1,4 Prozent); in Grönland siedeln
ungefähr 30 000 Inuit (etwa 55 Prozent).
Die Vorfahren der Indianer wanderten über
eine zeitweise existierende Landbrücke
- über die heutige, Alaska von Sibirien
trennende Beringstraße - von Asien nach
Nordamerika ein. Diese Wanderung fand vermutlich
in mehreren Schüben statt und begann
wahrscheinlich vor etwa 30 000 Jahren. Von
den Vorfahren der Inuit nimmt man dagegen
an, dass sie vor etwa 6 000 Jahren mit Booten
von Asien aus nach Amerika gekommen sind.
In Mexiko sind ungefähr 80 Prozent der
Bevölkerung Mestizen, d. h. Menschen
mit gemischter Abstammung von den Indianern
und Europäern (hauptsächlich Spaniern).
Jeweils etwa 10 Prozent der Bevölkerung
sind Indianer oder rein europäischer
Herkunft (ebenfalls überwiegend Spanier).
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