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![[Asien]](asien_klein.gif) |
[Asien Flora und Fauna]
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Flora
Die natürliche Vegetation
Asiens ist außerordentlich vielfältig.
In der ans Nordpolarmeer grenzenden Tundra
wird die Pflanzenwelt überwiegend von
Flechten und Moosen geprägt. Die
Vegetationsperiode ist in diesen hohen geographischen
Breiten mit etwa drei Monaten sehr kurz. An
die Tundra schließt nach Süden
als Übergangsgebiet zum borealen Nadelwald
die Waldtundra mit kleineren Baumarealen
an. Im ausgedehnten Nadelwaldgebiet der
Taiga sind Fichten, Tannen, Lärchen und
Kiefern die Hauptbaumarten. Laubbäume
wie Birken kommen nur vereinzelt vor.
Die Waldsteppe leitet zu den zentralasiatischen
Steppen- und Wüstengebieten
über. In den trockeneren Regionen beschränkt
sich die Vegetationsbedeckung auf Flussufer
und Gebirgsfußoasen. Westlich der Steppen-
und Wüstengebiete gedeiht an der Mittelmeerküste
bei ausreichenden Winterniederschlägen
mediterrane Hartlaubvegetation. Südlich
der Trockenzone ist in Vorderasien (vor allem
auf der Arabischen Halbinsel, in Iran und
in Pakistan) Baumwuchs nur in größeren
Höhen möglich. In den feuchteren
Regionen ist Trockensavanne verbreitet.
Der Indische Subkontinent wird überwiegend
von Savanne verschiedener Ausprägung
bedeckt, die nach Osten in Regenwald übergeht.
In Südostasien gibt es ausgedehnte Gebiete,
die mit subtropischem oder tropischem Regenwald
bedeckt sind. Zu den typischen Gehölzarten
dieses artenreichen Vegetationstyps zählen
u. a. Teak, Feigenbaum und zahlreiche Bambusarten.
Die Abholzung weiter Waldbestände zur
Ausdehnung der Siedlungs- und Agrarfläche
und zur Gewinnung von Edelhölzern führte
dazu, dass in manchen Gebieten Südostasiens
nur noch kleinere Waldinseln bestehen. In
den Küstengebieten wachsen ausgedehnte
Mangrovenwälder. Der südostasiatische
Regenwald geht nach Ostasien mit zunehmender
Entfernung vom Äquator in tropischen
Feucht- und Monsunwald, subtropischen Feuchtwald
und sommergrünen Wald mit Mischwaldbeständen
über.
Fauna
Asien hat Anteil an zwei
Tierregionen. Der Norden des Kontinents gehört
zur Paläarktis und weist enge zoogeographische
Beziehungen zu Europa und Nordamerika auf.
Mit diesen Kontinenten war Asien während
der Eiszeiten über Landbrücken verbunden.
Die südlichen und südöstlichen
Gebiete Asiens gehören zur Orientalis;
die Fauna zeigt Übereinstimmungen mit
der Tierwelt Afrikas.
Die nördlichsten Gebiete des asiatischen
Kontinents sind durch eine relative artenarme
Tierwelt gekennzeichnet. Nur wenige Arten
sind den extremen klimatischen Bedingungen
der Tundra gut angepasst. In größerer
Individuenanzahl treten u. a. Rentiere,
Lemminge, Eisfüchse und Schnee-Eulen
auf. Während der sommerlichen Auftauperiode
kommt es in Gebieten mit Dauerfrostböden
zu riesigen Ansammlungen von Stechmücken.
Der nach Süden anschließende Waldgürtel
der Taiga bietet Lebensraum für eine
wesentlich artenreichere Fauna. Zu den typischen
Bewohnern zählen neben einer reichhaltigen
Vogelwelt auch viele Pelztierarten, wie Braunbär,
Otter, Luchs, Zobel, Hermelin und Wolf.
In den steppenartigen und halbtrockenen Regionen
sind u. a. Antilopen, Pferde, Esel, Raubtiere
wie Wölfe und Steppenfüchse
sowie verschiedene kleine Tierarten wie Hasen
und Feldmäuse heimisch. Aufgrund des
Fehlens von Bäumen ist das Leben hier
an den Erdboden gebunden. Darüber hinaus
sind die Steppen Lebensraum von Reptilien
wie Steppennattern und Amphibien wie Wechselkröten.
Im Hochland von Tibet leben trotz rauer
klimatischer Bedingungen u. a. Yaks, Schneeleoparden,
Steinböcke und Murmeltiere.
Die üppigste Tierwelt der tropischen
Regionen Süd- und Südostasiens ist
im tropischen Regenwald zu Hause. Dieser bietet
aufgrund der Ausbildung meist mehrerer Baumschichten
Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
Hier leben Affenarten wie der Orang-Utan.
Auch das Artenspektrum an Raubtieren ist sehr
breit. Hier leben u. a. schwarze (Panther)
und gefleckte Leoparden, Löwen und
Tiger. Allerdings wurde die Fauna der
Regenwälder durch den Menschen stark
dezimiert, so wurde z. B. der in Teilen Süd-
und Südostasiens heimische Indische Tiger
auf wenige Exemplare reduziert. In dünn
besiedelten Gebieten wie Borneo leben zahlreiche
Wild- und Antilopenarten sowie Flughörnchen.
Im Übergangsgebiet zur Savanne findet
man u. a. Elefanten, Antilopen, Hyänen
und Stachelschweine. Zu den verbreiteten
Reptilien gehören Krokodile, Schildkröten
und Schlangen.
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